Exkursionen des berufsqualifizierenden Lehrgangs (BQL)

Seit September 2017 besuchen wir, die Schüler*innen des berufsqualifizierenden Lehrgangs, das OSZ Lise Meitner. Neben den Fächern, die wir in der Schule absolvieren, begeben wir uns häufig auf Exkursionen, um die Stadt Berlin, ihre Geschichte, das politische System Deutschlands sowie Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten besser kennen zu lernen.

Folgendes haben wir in den letzten Monaten gesehen:

 

 

Deutsches Historisches Museum

Foto: https://www.dhm.de/ueber-uns/team.html

Wir hatten die Idee, dass wir mit Frau Schultz mehr über das historische Deutschland erfahren.
Deshalb hat Frau Schultz für uns einen Termin im Deutschen Historischen Museum gemacht, und dort haben wir am 16.10.2017 einen Guide getroffen . Er hat uns anhand von Karten und andern Zeitzeugnissen (z. B. Bilder, Gegenstände) über den ersten Weltkrieg und den zweiten Weltkrieg informiert.
Die Dauerausstellung des Museums vermittelt einen Einblick in rund 1500 Jahre deutscher Vergangenheit. 7000 historische Ausstellungsstücke erzählen von Menschen, Ideen, Ereignissen und geschichtlichen Abläufen bis ins ausgehende 20. Jahrhundert.
Wir finden, dass die Bürger in Deutschland toll sind, weil Deutschland durch den Zweiten Weltkrieg zu großen Teilen zerstört war und sie das Land in kurzer Zeit wieder aufgebaut haben.

TU Berlin
Am 10.11.2017 haben wir ein Workshop-Projekt im „dEIn-Labor“ an der TU Berlin durchgeführt. Das „dEIn-Labor“ ist ein Schüler-Labor, das Jugendlichen die Möglichkeit bietet, „aktuelle technische Themen auf experimentelle Art und Weise kennen zu lernen“ (s. Homepage, http://www.dein-labor.tu-berlin.de). So bekommt man einen Einblick in die Studieninhalte und Berufe mit Bezug zu Elektrotechnik und Informatik (z. B. Programmieren, Elektronik, Animation etc.).
Wir haben mit der Software „ArcGIS“ gearbeitet und gelernt, wie man Daten in Karten einpflegt und dann als App nutzen kann. Das hat uns sehr gefallen und Spaß gemacht. Besonders spannend war, dass wir auf der existierenden Weltkarte unsere Heimatorte gefunden haben und unseren Mitschülern zeigen konnten.

Firma ESRI
ESRI ist die Firma, die die Software „ArcGIS“ entwickelt hat und vertreibt. Anhand eines Beispiels der Berliner Feuerwehr haben sie uns in einem tollen Vorführraum gezeigt, wie die Software beim Katastrophenschutz genutzt wird.

Foto: A. Schultz

Bowling
Im Januar war unsere Klasse mit der Klasse 1152 (Chemielaborant*innen im 3. Lehrjahr) bowlen. Wir haben das gemacht, um uns kennenzulernen. Aber auch um viel Spaß zu haben.
Dort wurden wir von unserer Lehrerin in verschiedene Teams eingeteilt. Jedes Team bestand aus 5 – 7 Schüler*innen, aus beiden Klassen zusammengemischt. In unserem Team war Tobias. Er hat uns gezeigt, wie man Bowling spielt. Er war sehr gut. Wir haben viel Spaß gehabt. Für uns ist es gut, mit deutschen Jugendlichen zu sprechen, weil es uns hilft, die deutsche Sprache zu lernen.

Sharif beim Bowlen, Foto: Alaa Al-Saydi  /  Die Bowlinghalle, Foto: Alaa Al-Saydi

Das Abgeordnetenhaus von Berlin
Das Abgeordnetenhaus ist der Ort, an dem die Politikerinnen bzw. die Politiker die Verfassung und Gesetze für Berlin beschließen. In Abgeordnetenhaus sitzen die Politiker*innen, die von den Berliner Bürgern gewählt worden sind und nun für Berlin und die Berliner Politik machen.


Foto: https://www.parlament-berlin.de/de/Das-Parlament/Plenum


Foto: A. Schultz

Am 16. Feb. 2018 sind wir mit unserer Klasse in das Abgeordnetenhaus gegangen. Dort haben wir einen Abgeordneten kennengelernt. Er heißt Lars Düsterhöft und gehört der SPD an. Mit ihm sind wir im Abgeordnetenhaus herumgelaufen und er hat uns über die Geschichte Berlins und das Gebäude (Preußischer Landtag), erzählt.
Wir finden die Geschichte von Deutschland sehr interessant und gleichzeitig traurig. Herr Düsterhöft war sehr freundlich und nett und hat mit uns auch über das Thema Integration von Flüchtlingen und was seine Partei für sie tun möchte, gesprochen.

Martin Gropius Bau: Ausstellung „Juden, Christen und Muslime“

Foto: https://www.qiez.de/kreuzberg/kultur-events/kultur/museen/martin-gropius-bau-berlin/1418887

Am Freitag, den 02.03.2018, sind wir mit Herrn Ried und Frau Schultz in den Martin-Gropius-Bau, in die Ausstellung ‚,Juden, Christen und Muslime im Dialog der Wissenschaften 500 – 1500“ gegangen.
Dort haben wir einen Mann getroffen, der uns viel über die Ausstellung erzählt hat.
Die Highlights:
Ptolemäus erstellte im 2. Jahrhundert n. Chr. eine Weltkarte, die über 1.000 Jahre lang die Grundlage der westlichen Welt war.


Foto: http://www.sueddeutsche.de/wissen/ptolemaeus-korrigiert-eine-neue-vermessung-der-alten-welt-1.826706

Der Mann hat uns auch erklärt, wie sich die Schrift entwickelt hat und worauf früher geschrieben wurde (Pergament und Papyrus).

Früher haben die Menschen die Bücher mit dicken und schönen Umschlägen bedeckt. Dort haben wir das alles gesehen:

 

 

 

 

 

Fotos: http://nightoutatberlin.jaxblog.de/post/Ur-Sprunge-europaischer-Wissenschaft-Juden-Christen-und-Muslime-im-Martin-Gropius-Bau-zeigt-den-Wissenstransfer-durch-die-drei-Religionen.aspx

Er hat uns erzählt, wie sich die Sprachen in der Wissenschaft abgewechselt haben.
Zuerst waren es Griechisch, dann Arabisch, Latein und Hebräisch. Jetzt ist die Sprache der Wissenschaft Englisch.

Manche Leute denken, dass die Araber*innen gar nichts zur Wissenschaft beigetragen haben. Aber das stimmt nicht: Sie haben sehr viel zur Entwicklung von Kultur und Wissenschaft beigetragen, z. B. in den Feldern Medizin, Mathematik und Astronomie.

Avicenna z. B. war ein arabischer Wissenschaftler im Bereich Medizin, der viele Bücher geschrieben hat. Auf Grundlage seiner Bücher haben viele Menschen Medizin studiert und gelernt.


Foto: Alaa Al-Saydi

Wir haben dort auch ein tolles Gerät gesehen, das Isaac Newton erfunden hat. Es heißt Sextant.
Ein Sextant ist ein nautisches und optisches Messinstrument, mit dem man den Winkel zwischen den Blickrichtungen zu relativ weit entfernten Objekten, insbesondere den Winkelabstand eines Gestirns vom Horizont, bestimmen kann.

Foto: Alaa Al-Saydi

Wir haben viele neue Sachen und Informationen gelernt und besonders interessant war für uns, dass wir einige der ausgestellten Bücher auf arabisch lesen und besser verstanden haben als unsere Lehrer*innen.

   

 

 

 

 

Fotos: Alaa Al-Saydi